Archiv für Oktober 2017

Anlaufstelle + Ratschlag

Unsere nächste Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet am Donnerstag, den 2.11., von 19:00 bis 19:30 statt. Kommt in der Offenen Arbeit Erfurt vorbei, wenn ihr Fragen habt, einen Mitgliedsantrag oder Spenden abgeben wollt. Ihr findet uns im 1. OG des Hinterhauses. :-)

Wie jedes Jahr könnt ihr uns auf dem Antifaschistischen und Antirassistischen Ratschlag Thüringen treffen, wo wir mit einem Infotisch vertreten sind. Nutzt die Möglichkeit an den Panels und Diskussionen teilzunehmen und kommt (spätestens) am Samstag, den 4.11., nach Saalfeld ins Bildungszentrum (Bahnhofstraße 6a).

Wir lassen uns nicht einschüchtern: Free the three! 21. November, 8:30, Gotha

Am Dienstag, den 21. November, wird es für unsere Genossen aus Gotha ernst: Die erste Verhandlung steht an im Verfahren gegen drei Antifaschisten aus Gotha, die durch die Kampagne „Free the three“ unterstützt werden.

Zeigt euch solidarisch, kommt auch aus Erfurt zur Solidaritätskundgebung ab 8:30 vor dem Amtsgericht Gotha (Justus-Perthes-Straße 2)!

Aufruf der Roten Hilfe Südthüringen:

Free The Three: Prozessbeginn & Solidarität

Vor mehr als einem Jahr, in der Nacht vom 8. bis 9. September 2016, baute die Polizei eine Drohkulisse vor dem Hausprojekt Juwel in Gotha auf. Mit einem Ultimatum zur Erstürmung des Hausprojektes forderte die Polizei das Herauskommen drei unserer Genossen auf. Unter Beifall lokaler Nazis hinter der Polizeiabsperrung wurden insgesamt fünf Personen verhaftet, drei von ihnen in Untersuchungshaft gesteckt. Nach drei Tagen wurden diese unter Auflagen entlassen. Mehr als ein Jahr später beginnt nun, am Dienstag den 21.November 2017, der Prozess vor dem Amtsgericht in Gotha. Wir rufen auf zur solidarischen Begleitung!

Am 21. November soll unseren Genossen der Prozess gemacht werden. Wir rufen dazu auf, das gemeinsame Treiben von Staat und Nazis nicht unkommentiert zu lassen und sich solidarisch mit den Antifaschisten aus Gotha zu zeigen! Denn an diesem Fall zeigt sich deutlich, inwiefern die Polizei und Justiz gemeinsam aufgrund von Beschuldigungen durch lokale Neonazikader zum Schlag gegen linke Strukturen ausholen. Die Zeugin Anne-Katrin S. ist dabei nicht nur eine wichtige Zeugin, sondern eine seit Jahren in Gotha aktive Neonaziaktivistin, der das Hausprojekt Juwel schon lange ein Dorn im Auge ist. Die lokale Neonaziszene hat sich in der Vergangenheit immer wieder durch Angriffe auf das Projekt, sowie auf Antifaschisten einen Namen gemacht. Ebenfalls zeigte der lokale Staatsschutz in der Vergangenheit immer wieder Ambitionen Antifaschisten zu verfolgen und die eigenen Akten freizügig lokalen Neonazis als spannende Lektüre zum Lesen zu geben. In weiteren Fällen wurden unsere Genossen aufgrund von vagen Vermutung und dem Verfolgungseifer des Gothaer Staatsschutzes vor Gericht gestellt und immer wieder freigesprochen. Doch so einfach wird es dieses Mal nicht laufen.

In der Vergangenheit gab es eine breite Solidarität und Unterstützung für unsere Genossen aus ganz Deutschland. Wir wollen den Prozess nicht unkommentiert stattfinden lassen und kritisch begleiten! Kommt deshalb am 21. November um 8:30 Uhr zur Kundgebung vor das Amtsgericht Gotha (Justus-Perthes-Straße 2). Der Prozess selbst beginnt um 9:30 Uhr. Es empfiehlt sich an diesem Tag sehr pünktlich und im Voraus am Gericht zu sein, da wir mit Vorkontrollen im Gericht und einigen Nazis mit und ohne Uniform rechnen.

Weiterhin gilt es Öffentlichkeit zu schaffen. Werdet aktiv, informiert euch oder verteilt unsere Soli-Gruppen-Flyer, die ihr im lokalen Infoladen eures Vertrauens findet. Ebenfalls sammeln wir weiter Spenden, um die Prozesskosten decken zu können.

Gespendet werden kann auf folgendes Konto:
Rote Hilfe Südthüringen
IBAN: DE53 4306 0967 4007 2383 53
Verwendungszweck: Gotha

Kommt am 21. November zur Kundgebung um 8:30 Uhr vor das Amtsgericht in Gotha! Zeigt unseren Genossen, dass sie nicht alleine sind und wir uns nicht durch Nazigewalt in Kumpanei mit der Polizei und Justiz einschüchtern lassen.

Solidarität ist unsere Waffe!
Free the three – Because we are friends!
Soligruppe „Free the three“, Oktober 2017

Unterstützt den Aufbau des FAU-Gewerkschaftslokals „Milly Witkop“ in Jena!

Im September erreichte der folgende Aufruf die Öffentlichkeit. Wir freuen uns über die Initiative und unterstützen das Anliegen der FAU Erfurt / Jena, ein Gewerkschaftslokal aufzubauen, um dem gewerkschaftlichen Kampf einen Raum zu geben.

Unterstützt den Aufbau des FAU-Gewerkschaftslokals „Milly Witkop“ in Jena!

Als Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) in Jena wollen wir ab November 2017 ein eigenes Gewerkschaftslokal im Jenaer Stadtzentrum betreiben. Dafür brauchen wir eure Unterstützung!

Warum ein eigenes Gewerkschaftslokal?
Gerade im letzten Jahr, in dem wir mehrere Arbeitskonflikte im Bildungs- und Minijobbereich hatten und zahlreiche Kolleg_innen unserem Syndikat beigetreteten sind, ist bei uns das Bedürfnis nach einem eigenen Lokal entstanden. Wir brauchen nicht nur Platz, für organisatorische Treffen und Veranstaltungen, sondern wollen auch eigenständig sichtbar und erreichbar werden. Gleichzeitig wollen wir unsere Gewerkschaft weiter aufbauen, mehr Arbeitskämpfe initiieren, mehr Betriebsgruppen gründen, mehr Menschen begeistern, sich für ihre Interessen, Bedürfnisse und Ideale einzusetzen und so die sozialen Kämpfe von unten stärken. Ein eigenes Gewerkschaftslokal bildet dafür die Grundlage.

Wer war Milly Witkop?
Das Lokal soll den Namen Milly Witkop tragen. Milly Witkop war eine jüdische Arbeiterin, Anarchistin, Gewerkschafterin und Feministin aus Russland. Sie lebte und wirkte im Londoner, deutschen und US-amerikanischen Exil. In der Weimarer Republik war sie Mitglied der Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD), unserer historischen Vorgängerorganisation, und maßgeblich am Syndikalistischen Frauen-Bund (SFB) innerhalb der FAUD beteiligt.

Wie könnt ihr uns unterstützen?
Um unabhängig von Geldern von Staat, Partei und anderen solchen Organisationen ein Lokal im Jenaer Stadtzentrum betreiben zu können, braucht es den Zusammenhalt und die Unterstüzung Vieler. Es gibt mehrere Wege, wie ihr uns dabei unterstützen könnt:
Werdet regelmäßige Spender und Spenderinnen, am besten in Form eines monatlichen Dauerauftrags an das Konto des Lokals. Schon 5€ oder 10€ im Monat machen einen Unterschied!
Ihr könnt natürlich auch einmalige Spenden auf das Konto überweisen. Gerade zu Beginn müssen wir einen größeren Betrag für die Raumaustattung aufbringen.

Fragt Freund_innen und Verwandte, ob sie unser unterstützen und spenden möchten.
Werdet selbst Mitglied der FAU.

Spendenkonto:
FAU Erfurt/Jena
IBAN DE34 8306 5408 0104 7572 03
BIC GENODEF1SLR

Bei Fragen oder sonstigen Anliegen könnt ihr uns unter folgender E-Mail-Adresse erreichen: fauj-lokal@fau.org.

[Anlaufstelle] 5.10., 19:00, OA

Kurz vor knapp die Ankündigung, aber ihr wisst ja, wann ihr uns findet:
Unsere nächste Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet am Donnerstag, den 5.10., von 19:00 bis 19:30 statt. Kommt in der Offenen Arbeit Erfurt vorbei, wenn ihr Fragen habt, einen Mitgliedsantrag oder Spenden abgeben wollt. Ihr findet uns im 1. OG des Hinterhauses. :-)