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Wir lassen uns nicht einschüchtern: Free the three! 21. November, 8:30, Gotha

Am Dienstag, den 21. November, wird es für unsere Genossen aus Gotha ernst: Die erste Verhandlung steht an im Verfahren gegen drei Antifaschisten aus Gotha, die durch die Kampagne „Free the three“ unterstützt werden.

Zeigt euch solidarisch, kommt auch aus Erfurt zur Solidaritätskundgebung ab 8:30 vor dem Amtsgericht Gotha (Justus-Perthes-Straße 2)!

Aufruf der Roten Hilfe Südthüringen:

Free The Three: Prozessbeginn & Solidarität

Vor mehr als einem Jahr, in der Nacht vom 8. bis 9. September 2016, baute die Polizei eine Drohkulisse vor dem Hausprojekt Juwel in Gotha auf. Mit einem Ultimatum zur Erstürmung des Hausprojektes forderte die Polizei das Herauskommen drei unserer Genossen auf. Unter Beifall lokaler Nazis hinter der Polizeiabsperrung wurden insgesamt fünf Personen verhaftet, drei von ihnen in Untersuchungshaft gesteckt. Nach drei Tagen wurden diese unter Auflagen entlassen. Mehr als ein Jahr später beginnt nun, am Dienstag den 21.November 2017, der Prozess vor dem Amtsgericht in Gotha. Wir rufen auf zur solidarischen Begleitung!

Am 21. November soll unseren Genossen der Prozess gemacht werden. Wir rufen dazu auf, das gemeinsame Treiben von Staat und Nazis nicht unkommentiert zu lassen und sich solidarisch mit den Antifaschisten aus Gotha zu zeigen! Denn an diesem Fall zeigt sich deutlich, inwiefern die Polizei und Justiz gemeinsam aufgrund von Beschuldigungen durch lokale Neonazikader zum Schlag gegen linke Strukturen ausholen. Die Zeugin Anne-Katrin S. ist dabei nicht nur eine wichtige Zeugin, sondern eine seit Jahren in Gotha aktive Neonaziaktivistin, der das Hausprojekt Juwel schon lange ein Dorn im Auge ist. Die lokale Neonaziszene hat sich in der Vergangenheit immer wieder durch Angriffe auf das Projekt, sowie auf Antifaschisten einen Namen gemacht. Ebenfalls zeigte der lokale Staatsschutz in der Vergangenheit immer wieder Ambitionen Antifaschisten zu verfolgen und die eigenen Akten freizügig lokalen Neonazis als spannende Lektüre zum Lesen zu geben. In weiteren Fällen wurden unsere Genossen aufgrund von vagen Vermutung und dem Verfolgungseifer des Gothaer Staatsschutzes vor Gericht gestellt und immer wieder freigesprochen. Doch so einfach wird es dieses Mal nicht laufen.

In der Vergangenheit gab es eine breite Solidarität und Unterstützung für unsere Genossen aus ganz Deutschland. Wir wollen den Prozess nicht unkommentiert stattfinden lassen und kritisch begleiten! Kommt deshalb am 21. November um 8:30 Uhr zur Kundgebung vor das Amtsgericht Gotha (Justus-Perthes-Straße 2). Der Prozess selbst beginnt um 9:30 Uhr. Es empfiehlt sich an diesem Tag sehr pünktlich und im Voraus am Gericht zu sein, da wir mit Vorkontrollen im Gericht und einigen Nazis mit und ohne Uniform rechnen.

Weiterhin gilt es Öffentlichkeit zu schaffen. Werdet aktiv, informiert euch oder verteilt unsere Soli-Gruppen-Flyer, die ihr im lokalen Infoladen eures Vertrauens findet. Ebenfalls sammeln wir weiter Spenden, um die Prozesskosten decken zu können.

Gespendet werden kann auf folgendes Konto:
Rote Hilfe Südthüringen
IBAN: DE53 4306 0967 4007 2383 53
Verwendungszweck: Gotha

Kommt am 21. November zur Kundgebung um 8:30 Uhr vor das Amtsgericht in Gotha! Zeigt unseren Genossen, dass sie nicht alleine sind und wir uns nicht durch Nazigewalt in Kumpanei mit der Polizei und Justiz einschüchtern lassen.

Solidarität ist unsere Waffe!
Free the three – Because we are friends!
Soligruppe „Free the three“, Oktober 2017

Unterstützt den Aufbau des FAU-Gewerkschaftslokals „Milly Witkop“ in Jena!

Im September erreichte der folgende Aufruf die Öffentlichkeit. Wir freuen uns über die Initiative und unterstützen das Anliegen der FAU Erfurt / Jena, ein Gewerkschaftslokal aufzubauen, um dem gewerkschaftlichen Kampf einen Raum zu geben.

Unterstützt den Aufbau des FAU-Gewerkschaftslokals „Milly Witkop“ in Jena!

Als Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) in Jena wollen wir ab November 2017 ein eigenes Gewerkschaftslokal im Jenaer Stadtzentrum betreiben. Dafür brauchen wir eure Unterstützung!

Warum ein eigenes Gewerkschaftslokal?
Gerade im letzten Jahr, in dem wir mehrere Arbeitskonflikte im Bildungs- und Minijobbereich hatten und zahlreiche Kolleg_innen unserem Syndikat beigetreteten sind, ist bei uns das Bedürfnis nach einem eigenen Lokal entstanden. Wir brauchen nicht nur Platz, für organisatorische Treffen und Veranstaltungen, sondern wollen auch eigenständig sichtbar und erreichbar werden. Gleichzeitig wollen wir unsere Gewerkschaft weiter aufbauen, mehr Arbeitskämpfe initiieren, mehr Betriebsgruppen gründen, mehr Menschen begeistern, sich für ihre Interessen, Bedürfnisse und Ideale einzusetzen und so die sozialen Kämpfe von unten stärken. Ein eigenes Gewerkschaftslokal bildet dafür die Grundlage.

Wer war Milly Witkop?
Das Lokal soll den Namen Milly Witkop tragen. Milly Witkop war eine jüdische Arbeiterin, Anarchistin, Gewerkschafterin und Feministin aus Russland. Sie lebte und wirkte im Londoner, deutschen und US-amerikanischen Exil. In der Weimarer Republik war sie Mitglied der Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD), unserer historischen Vorgängerorganisation, und maßgeblich am Syndikalistischen Frauen-Bund (SFB) innerhalb der FAUD beteiligt.

Wie könnt ihr uns unterstützen?
Um unabhängig von Geldern von Staat, Partei und anderen solchen Organisationen ein Lokal im Jenaer Stadtzentrum betreiben zu können, braucht es den Zusammenhalt und die Unterstüzung Vieler. Es gibt mehrere Wege, wie ihr uns dabei unterstützen könnt:
Werdet regelmäßige Spender und Spenderinnen, am besten in Form eines monatlichen Dauerauftrags an das Konto des Lokals. Schon 5€ oder 10€ im Monat machen einen Unterschied!
Ihr könnt natürlich auch einmalige Spenden auf das Konto überweisen. Gerade zu Beginn müssen wir einen größeren Betrag für die Raumaustattung aufbringen.

Fragt Freund_innen und Verwandte, ob sie unser unterstützen und spenden möchten.
Werdet selbst Mitglied der FAU.

Spendenkonto:
FAU Erfurt/Jena
IBAN DE34 8306 5408 0104 7572 03
BIC GENODEF1SLR

Bei Fragen oder sonstigen Anliegen könnt ihr uns unter folgender E-Mail-Adresse erreichen: fauj-lokal@fau.org.

[Anlaufstelle] 5.10., 19:00, OA

Kurz vor knapp die Ankündigung, aber ihr wisst ja, wann ihr uns findet:
Unsere nächste Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet am Donnerstag, den 5.10., von 19:00 bis 19:30 statt. Kommt in der Offenen Arbeit Erfurt vorbei, wenn ihr Fragen habt, einen Mitgliedsantrag oder Spenden abgeben wollt. Ihr findet uns im 1. OG des Hinterhauses. :-)

„Was heißt hier Siegerjustiz?“

„Was heißt hier Siegerjustiz? Eine Veranstaltungsreihe zur Kritik realsozialistischer Zustände“
30. September bis 18. Oktober 2017 in Dresden

Weiter Infos zu organisierenden Gruppen und den Veranstaltungen: [hier]

Wir wollen die Mitglieder unserer Ortsgruppe und alle sich als politisch links verstehende, auf diese Veranstaltungsreihe hinweisen. Die Auseinandersetzung mit DDR und fortlebenden Ideologien ist wichtig, um sich in der Gegenwart und für die Zukunft politisch zu verorten – dabei muss sich eine an Emanzipation und Vernunft orientierte politische Linke mit „ihrem Erbe“ auseinandersetzen, nicht nur um politischen Angriffen (Antikommunismus) argumentativ entgegenzutreten, sondern auch um zu verstehen, was der DDR und Sowjet-Sozialismus bedeutet hat und was es Linken heute noch bedeutet und wie es ihre theoretischen und praktischen Bemühungen prägt. Von autoritären Bestrebungen sind auch linke Gruppen und Zusammenhänge nicht frei – was nun von der Gesellschaft als links bezeichnet wird, ist kein heterogener Zusammenschluss: heterogen ja, aber kein Zusammenschluss – so aus der Perspektive der Aktivist*innen. In Bezug auf den Organisationscharakter der Roten Hilfe sieht es damit anders aus – strömungsübergreifend unterstützt die Rote Hilfe von Repression Betroffene Linke. Das Selbstverständnis ist alltägliche Herausforderung. Deshalb kann der Realsozialismus nicht unbeachtet bleiben, innerhalb der Roten Hilfe regt sich nun etwas und wir hoffen auf eine Diskussion bundesweit. Im Folgenden dokumentieren wir die Ankündigung aus Dresden:

Im Dezember 2016 erschien unter dem Titel „Siegerjustiz – Verfolgung und Delegitimierung eines sozialistischen Versuchs seit 1990“ die Ausgabe 4/2016 der Rote Hilfe Zeitung (RHZ). Zu Wort kamen ehemalige Funktionäre der DDR, die sich darüber beklagten, wie harsch mit ihnen umgegangen wurde. Es waren genau diese Funktionäre, die durch ihr Tun im Namen von Sozialismus und Kommunismus ein repressives System aufbauten, vertraten, mittrugen und Menschen indoktrinierten und ihnen die Selbstbestimmung absprachen.

Die Rote Hilfe Ortsgruppe Dresden (RH DD) wollte das so nicht hinnehmen und forderte eine kritische Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte. Um eine Diskussion anzuregen verfasste sie ein Statement an die Gesamtorganisation der Roten Hilfe und die lokalen linksradikalen Strukturen. Es gab einzelne Gruppen, vornehmlich ostdeutsche, die wie die RH DD eine Verklärung des repressiven DDR-Systems ebenfalls ablehnen. [1] Ob es eine Ausgabe zur Repression gegen linke Oppositionelle in der DDR geben wird, wie sie die RH DD einfordert, ist aus der Erklärung des Redaktionskollektivs der RHZ und des Bundesvorstandes der Roten Hilfe indes nicht ersichtlich. [2]

Für uns scheint es immer noch einen tiefen Graben zwischen Linken in Ost- und Westdeutschland zu geben. Teile der „West-Linken“ sprechen Genoss*Innen, die in der DDR sozialisiert und teilweise durch DDR-Organe verfolgt wurden, ab, ihre eigene Geschichte besser beurteilen und einschätzen zu können. Kritik bzw. Ablehnung eines erlebten repressiven Regimes, dass sich anmaßte, den Sozialismus zu verkörpern wird schlicht als Antikommunismus abgetan. Möglicherweise geschieht dies aus Angst der bürgerlichen Geschichtsinterpretation in die Hände zu spielen. Vehement wird beschönigt, was dringend von links aufgearbeitet und kritisiert werden muss,sollen sich Fehler nicht wiederholen. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass es niemandem etwas bringt, eine Gesellschaftsordnung zu beschönigen, die alles, was nicht in das vorgeschriebene Schema passte, verfolgte.

Antiautoritär zu sein bedeutet für uns auch immer eine aufrichtige Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit. Die Kritik des Kommunismus darf nicht den Antikommunist*innen überlassen werden. Aus diesem Grund haben sich linksradikale Gruppen in Dresden zusammengetan und eine kleine Reihe mit dem Namen „Was heißt hier Siegerjustiz? – Kritik real-sozialistischer Zustände“ organisiert. In mehreren Veranstaltungen wollen wir uns dem Lebensalltag der DDR annähern. Zum einen geht es dabei um Erfahrungswelten der Oppostion und Subkultur. Zum anderen möchten wir über die Propaganda der DDR-Organe genauso wie über das Problem des Nazismus und Rassismus in der DDR sprechen. Lassen wir nicht zu, dass immer die vermeintlichen Sieger der Geschichte ihre Propaganda als Wahrheit auftischen – egal ob Linke oder Antikommunist*innen.

[1] Einige kritische Statements der
RoteN Hilfe Dresden 1, 2 & 3

Internationalistisches Zentrum, e*vibes, FAU-Dresden – AG Feminismus
Anarchist Black Cross Dresden
Anarchist Black Cross Dresden und Jena
Ostgruppen der Interventionistischen Linken
Rote Hilfe Leipzig
Rote Hilfe Bielefeld

[2] Erklärung des Bundesvorstandes und des Redaktionskollektivs

[Anlaufstelle] 7.9., 19:00, OA

Unsere nächste Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet am Donnerstag, den 7.9., von 19:00 bis 19:30 statt. Kommt in der Offenen Arbeit Erfurt vorbei, wenn ihr Fragen habt, einen Mitgliedsantrag oder Spenden abgeben wollt. Ihr findet uns im 1. OG des Hinterhauses. :-)

[Veranstaltung] 27.7, Das Gefahrengebiet, die Polizei und wir

Gefahrengebiete: Alltägliche Schikane, Racial Profiling und Machtdemonstration

Wer kennt es mittlerweile nicht: Die Polizei stoppt eine_n auf dem abendlichen Heimweg und fordert das Vorzeigen des Personalausweises — Begründung: Gefahrengebiet. Darauf folgt dann nicht selten auch eine Durchsuchung von Hosentaschen und Rucksäcken. Das Gefühl danach ist meist ein mulmiges: Irgendwie glaube ich nicht, dass die das dürfen. Aber selbst wenn: Was soll ich dagegen machen?
Wir wollen einen Blick auf die rechtliche Grundlage für derlei willkürliche Kontrollen werfen, die politische Relevanz dieses weiteren Stücks Polizeistaats ergründen und uns der Frage nähern: Was lässt sich der Kontrollwut entgegensetzen?

Donnerstag, 27.7., 19 Uhr, veto (Magdeburger Allee 180)

anschließend Donnerstagsbar a lá Kickern, Punkrock, Anarchie

PS: Wieder eine gute Möglichkeit alte Bandshirts mitzubringen und via Second Bandshirt Antirepressionsarbeit zu unterstützen!

[Anlaufstelle] 6.7., 19:00, OA

Unsere nächste Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet am Donnerstag, den 6.7., von 19:00 bis 19:30 statt. Kommt in der Offenen Arbeit Erfurt vorbei, wenn ihr Fragen habt, einen Mitgliedsantrag oder Spenden abgeben wollt. Ihr findet uns im 1. OG des Hinterhauses. :-)

[Anlaufstelle] 1.6., 19:00, OA

Unsere nächste Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet am Donnerstag, den 1.6., von 19:00 bis 19:30 statt. Kommt in der Offenen Arbeit Erfurt vorbei, wenn ihr Fragen habt, einen Mitgliedsantrag oder Spenden abgeben wollt. Ihr findet uns im 1. OG des Hinterhauses. :-)

[Anlaufstelle] 4.5., 19:00, OA

[Anlaufstelle]

Der Mai ist auf der Straße begangen worden? Und nun hast du Fragen? Keine Panik, ruhig bleiben und vorbeikommen!

Unsere nächste Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet am Donnerstag, den 4.5., von 19:00 bis 19:30 statt. Kommt in der Offenen Arbeit Erfurt vorbei, wenn ihr Fragen habt, einen Mitgliedsantrag oder Spenden abgeben wollt. Ihr findet uns im 1. OG des Hinterhauses. :-)

[Anlaufstelle + Hinweis] 6.4., 19:00, OA

[Anlaufstelle]
Unsere nächste Anlaufstelle für Betroffene von Repression findet am Donnerstag, den 6.4., von 19:00 bis 19:30 statt. Kommt in der Offenen Arbeit Erfurt vorbei, wenn ihr Fragen habt, einen Mitgliedsantrag oder Spenden abgeben wollt. Ihr findet uns im 1. OG des Hinterhauses. :-)

[Hinweis]
Im Veto findet sich ab sofort eine „offizielle“ Spendendose unserer Ortsgruppe. Das gesammelte Geld kommt einem Genossen zu Gute, der noch Kosten offen hat. Wir wollen ihm helfen, dieses Problem zu lösen. Auf Veröffentlichungen zu Details können wir nicht verweisen. Also: Keine Fragen stellen, sondern an der Bar mal den einen und auch anderen Euro einwerfen. Auf geht´s!