Rote Hilfe Ortsgruppe Erfurt http://rotehilfeerfurt.blogsport.de Sat, 23 Oct 2021 10:11:52 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en [Antifa-Ost] Solidaritätserklärung SoKo Thüringen http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/10/23/antifa-ost-solidaritaetserklaerung-soko-thueringen/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/10/23/antifa-ost-solidaritaetserklaerung-soko-thueringen/#comments Sat, 23 Oct 2021 09:48:26 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/10/23/antifa-ost-solidaritaetserklaerung-soko-thueringen/ Dokumentation der Solidaritätserklärung der SoKo Thüringen zum Antifa-Ost-Verfahren, in welchem seit dem 8. September 2021 vor dem OLG Dresden gegen (die ersten) vier beschuldigten Genoss*innen prozessiert wird.

Wir als Solidaritätskoordination Thüringen, ein Zusammenschluss aus verschiedenen Gruppen, Strukturen und Einzelpersonen, solidarisieren uns mit Menschen, die in Thüringen und darüber hinaus von Repression betroffen sind.

Am 8. September 2021 findet der erste Prozesstag gegen Lina und drei weitere Angeklagte im 129er Verfahren Berlin/Leipzig/Weimar statt. Weitere sechs Beschuldigte wurden abgespalten und werden wahrscheinlich zu einem anderen Zeitpunkt verhandelt.

Unsere Gefährtin Lina (1) sitzt seit November letzten Jahres in Untersuchungshaft in der JVA Chemnitz. Ihr und den weiteren Beschuldigten wird vorgeworfen, Nazis angegriffen zu haben und sie werden zu einer kriminellen Organisation konstruiert.

Dieses Verfahren nach Paragraph 129 ist nicht das einzige, welches momentan gegen Personen aus der radikalen Linken geführt wird, jedoch das erste seit Jahren, welches ohne den Zusatz der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Organisation vor Gericht verhandelt wird. Der Repressionsdruck auf die emanzipatorischen Bewegungen steigt und an den Gefährt:innen aus Berlin/Leipzig/Weimar soll ein Exempel statuiert werden.

Die Ermittler:innen bilden Konstrukte auf der Basis von Bekanntschaften, Ideen und Spekulationen und schaffen es mit Hilfe der politischen Institution des Generalbundesanwalts unsere Gefährt:innen einzusperren, zu observieren, zu durchleuchten und in der Öffentlichkeit unsere Ideen zu delegitimieren.

Die Kampagne, die gegen die Beschuldigten im hiesigen Verfahren läuft, verdeutlicht einmal mehr, wie notwendig der Kampf gegen dieses System ist. Patriarchale Propaganda von allen Seiten, allen voran die sexistische Berichterstattung in den Medien, gegen eine Frau, der vorgeworfen wird, Gegengewalt gegen Nazis als Mittel zu nutzen, ist widerlich und greift emanzipatorische Kämpfe auf vielerlei Ebenen an.

Nazis nutzen die Propaganda des Staates und die Informationen, die ihnen die Bullen zuspielen, um ihrerseits zu Aktionen gegen Antifaschist:innen aufzurufen, sie zu outen und sich als Opfer darzustellen.

Die Stars dieser rechten Szene, wie Sebastian Schmidtke, Jürgen Elsässer, Thorsten Heise und co., treten nun als diejenigen auf, welche auf Seiten des Staates Gerechtigkeit einfordern und bemühen sich nach Kräften, die Ermittlungen der Bullen zu unterstützen. (2) Jede Schlägerei mit Nazis, bei der eine Frau dabei gewesen sein könnte, wird Lina als weitere Tat zugeschrieben. Die Bullen und die Staatsanwaltschaft nehmen Aussagen der Nazis dankend entgegen, um ihr Konstrukt weiter auszubauen.

Der Ermittlungsdruck der Soko Linx ist hoch, da sie seit Jahren keinen Erfolg gegen linke Strukturen erzielen konnten. Um die Hufeisentheorie zu stützen und das eigene Gewaltmonopol zu stärken, nimmt der Staat das gebildete Konstrukt zum Anlass, seine Macht zu demonstrieren.

Es besteht keine Notwendigkeit den Fall juristisch zu bewerten, da aus emanzipatorischer Sicht das Konstrukt von Schuld und Unschuld den Maßstäben eines sogenannten Rechtsstaats obliegt, welcher dem kapitalistischen System dient.

Politisch jedoch ist das Verfahren als ein Angriff auf antifaschistische Bewegungen zu werten. Der Versuch der Einschüchterung und Spaltung innerhalb der Gruppe der Beschuldigten und der Bewegung ist eines der beliebtesten Werkzeuge der Machthabenden. Ähnlich versuchten es Polizei und Staatsanwaltschaft in einem Fall aus Saalfeld, wo mehrere Antifaschist:innen im Zuge von Gegenprotesten gegen einen Naziaufmarsch 2017 ins Visier gerieten. (3) Der damalige Staatsanwalt Zschächner, welcher mittlerweile seinen Posten aufgrund von öffentlichen Druck räumen musste, leitete hier ein 129-Verfahren ein. Weitere aktuelle Beispiele der Angriffe auf die antifaschistische Bewegung in Thüringen bilden die Behauptungen von Innenminister Maier und Verfassungsschutzchef Kramer über eine vermeintliche linke Terrororganisation. Des Weiteren wurde auf Antrag der Thüringer CDU ein Untersuchungsausschuss zur ‚politischen Kriminalität‘ im Freistaat eingesetzt, deren Ziel die Durchleuchtung von antifaschistischen Strukturen sein soll. Diese politischen Angriffe gelten nicht den wenigen Individuen, welche im 129-Verfahren beschuldigt sind, sondern allen, die sich den Nazis und dem System aktiv entgegen stellen. Wenn zugelassen wird, dass die Beschuldigten aufgrund von Distanzierungen, Einschüchterung oder mediale Desinformation ohne Gegenpositionen der Bewegung, isoliert werden, hat die Repression ihren gewünschten Zweck erfüllt.

Es gilt sich mit von Repression Betroffenen zu solidarisieren und sie auf verschiedenen Ebenen zu unterstützen. Im aktuellen Verfahren geht es nicht nur darum, finanziellen Support zu leisten, sondern den Beschuldigten politisch den Rücken zu stärken, um Vereinzelung und Dämonisierung vorzubeugen.

Nazis und den Staat anzugreifen sind notwendige Mittel im Kampf für ein besseres Morgen. Solange wir den Feind:innen der Freiheit Möglichkeiten bieten, uns zu spalten, werden wir jede Perspektive in unserem Kampf verlieren. Kollektivität, Solidarität und Emanzipation sind Säulen einer revolutionären Perspektive, ohne die jeder Kampf sinnlos erscheint.

Kommt zu den Kundgebungen an den ersten Prozesstagen am Oberlandesgericht Dresden, um den Gefährt:innen vor Gericht unsere Solidarität zu demonstrieren! (4)

Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle – Unsere Solidarität ist stärker als jede Repression!

Solidaritätskoordination Thüringen

(1) https://freiheitfuerlina.noblogs.org/

(2) https://www.belltower.news/nach-vermeintlicher-anschlagserie-thorsten-heise-droht-antifa-und-spitzeln-in-online-video-114275/

(3) http://rotehilfesth.blogsport.de/2017/01/18/saalfeld-united-we-stand-gegen-naziaufmaersche-und-repression/

(4) https://www.soli-antifa-ost.org/

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[Prozessbegleitung] 1.10. Amtsgericht Erfurt: Solidarität gegen Repression http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/09/27/prozessbegleitung-1-10-amtsgericht-erfurt-solidaritaet-gegen-repression/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/09/27/prozessbegleitung-1-10-amtsgericht-erfurt-solidaritaet-gegen-repression/#comments Mon, 27 Sep 2021 17:39:47 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/09/27/prozessbegleitung-1-10-amtsgericht-erfurt-solidaritaet-gegen-repression/ Soli-Kundgebung zum dritten Prozesstag: „Vor Gericht stehen zwei, gemeint sind wir alle!“

am Freitag, 01.10.2021 (Start ab 8:30)
am Amtsgericht Erfurt (Rudolfstraße 46)

Zwei Antifaschist*innen, die am 26. Oktober 2019 während den Anti-AfD-Protesten vor der Landtagswahl von einem überzogenen und rabiaten Polizeieinsatz betroffen waren, werden nun vor Gericht gestellt.

Am 26.10.2019 fand auf dem Erfurter Domplatz der Wahlkampfabschluss der neofaschistischen AfD Thüringen statt. Es war der Tag vor den Landtagswahlen. Aus diesem Grund und vor allem, um zu zeigen, dass rassistische, antifeministische, antisemitische und islamfeindliche Hetze wenigstens von einem Teil der Gesellschaft nicht toleriert werden, riefen die zivilgesellschaftlichen Bündnisse „Auf die Plätze“, „Aufstehen gegen Rassismus“und „Alles muss man selber machen!“ zur Gegenkundgebung auf. Diese Akteur*innen und tausende Menschen waren es auch, die nach der Wahl Kemmerichs (FDP) mit den Stimmen der AfD und CDU zum thüringischen Ministerpräsidenten auf die Straße gingen, um sich entschieden gegen das „neue“ Erstarken des Rechtspopulismus zu stellen – mit einem Teilerfolg. Nach kurzer Zeit trat Kemmerich zurück.

Während der Druck der Straße im Rahmen der Rücktrittsproteste von einer breiten Öffentlichkeit gefeiert wurde, wurde der besagte Protest gegen die AfD mit einem martialischen Polizeieinsatz und anschließenden Repressionen gegen die Demonstrierenden beantwortet. Zwei der betroffenen Antifaschist*innen wurden nun am 24.08.2021 – also knapp zwei Jahre später – für ihr antifaschistisches Engagement vor Gericht gestellt.

An diesem ersten Prozesstag kam heraus, dass die Polizei bei der Aktenführung gepfuscht oder beschissen hat. Aktenteile, auf die in Aussagen der Polizei verwiesen wurde, zeigten sich nicht auffindbar. Formfehler häufen sich. Ein Cop nimmt unerlaubt Akteneinsicht. Soweit nix Neues. Den beiden Antifas werden gleich mehrere Straftaten vorgeworfen, während Ihnen gegenüber ein Polizist als Nebenkläger sitzt, der sich an besagtem Tag tatkräftig am gewaltvollen Polizeieinsatz beteiligte. Die Beweislage gegen die Angeklagten erweist sich bisher als so dünn, dass die Verhandlung am 01.10. fortgesetzt wird und weitere Polizist*innen befragt werden. An diesem Tag ist auch mit einem Urteil zu rechnen.

Wie schon am ersten Prozesstag stehen wir am Freitag, den 01.10.2021 erneut zusammen, und zwar antifaschistisch und in voller Solidarität mit den von Repression Betroffenen.

Zeigen wir den Angeklagten, dass sie nicht alleine sind! Es findet vor Ort am Erfurter Amtsgericht eine Soli-Kundgebung mit Redebeiträgen zur Unterstützung der Betroffenen statt. Denkt an Maske und Abstand!

Vor Gericht stehen zwei, gemeint sind wir alle.
Kämpfen wir Seite an Seite gegen ihre Repression – Feuer und Flamme der Repression! Gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus!

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[Prozessbegleitung] 24.8, Amtsgericht Erfurt: Solidarität gegen Repression http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/08/09/prozessbegleitung-24-8-amtsgericht-erfurt-solidaritaet-gegen-repression/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/08/09/prozessbegleitung-24-8-amtsgericht-erfurt-solidaritaet-gegen-repression/#comments Mon, 09 Aug 2021 06:56:53 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/08/09/prozessbegleitung-24-8-amtsgericht-erfurt-solidaritaet-gegen-repression/ Aufruf zur Kundgebung am 24.08.2021 vor dem Amtsgericht Erfurt

„Vor Gericht stehen zwei, gemeint sind wir alle!“

Zwei Antifaschist*innen, die am 26. Oktober 2019 während den Anti-AfD-Protesten vor der Landtagswahl von einem überzogenen und rabiaten Polizeieinsatz betroffen waren, werden nun vor Gericht gestellt.

Am 26.10.2019 fand auf dem Erfurter Domplatz die Wahlkampfabschlussveranstaltung der neofaschistischen AfD Thüringen statt. Es war der Tag vor den Landtagswahlen. Aus diesem Grund und vor allem, um zu zeigen, dass rassistische, antifeministische, antisemitische und islamfeindliche Hetze wenigstens von einem Teil der Gesellschaft nicht toleriert werden, riefen die zivilgesellschaftlichen Bündnisse „Auf die Plätze“, „Aufstehen gegen Rassismus“ und „Alles muss man selber machen“ zur Gegenkundgebung auf. Diese Akteur*innen und tausende Menschen waren es auch, die nach der Wahl Kemmerichs (FDP) mit den Stimmen der AfD und CDU zum thüringischen Ministerpräsidenten auf die Straße gingen, um sich entschieden gegen das „neue“ Erstarken des Rechtspopulismus zu stellen – mit einem Teilerfolg. Nach kurzer Zeit trat Kemmerich zurück.

Während der Druck der Straße im Rahmen der Rücktrittsproteste von einer breiten Öffentlichkeit gefeiert wurde, wurde der besagte Protest gegen die AfD mit einem martialischen Polizeieinsatz und anschließenden Repressionen gegen die Demonstrierenden beantwortet. Nachdem die Protestierenden erst von der Polizei angegriffen wurden, sollen nun zwei der betroffenen Antifaschist*innen für ihr antifaschistisches Engagement vor Gericht gestellt werden.

Wie schon am 26.10.2019 und in den Tagen nach der Wahl Kemmerichs stehen wir am 24.08.2021 erneut zusammen, und zwar antifaschistisch und in voller Solidarität mit den von Repression Betroffenen.

Kommt am Dienstag, den 24.08.2021, ab 8:30 Uhr zum Amtsgericht Erfurt.

Zeigt den Angeklagten draußen oder im Gerichtssaal, dass sie nicht alleine sind! Es findet vor Ort eine Soli-Kundgebung mit Redebeiträgen zur Unterstützung der Betroffenen statt. Denkt an Maske und Abstand!

Vor Gericht stehen zwei, gemeint sind wir alle.
Kämpfen wir Seite an Seite gegen ihre Repression – Feuer und Flamme der Repression! Gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus

Aktuelle Infos: https://rotehilfeerfurt.blogsport.de
Bundesweite Kampagne: https://wirsindalleantifa.rote-hilfe.de/

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Antifaschismus lässt sich nicht verbieten, noch einsperren – Freiheit für Lina! http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/03/14/antifaschismus-laesst-sich-nicht-verbieten-noch-einsperren-freiheit-fuer-lina/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/03/14/antifaschismus-laesst-sich-nicht-verbieten-noch-einsperren-freiheit-fuer-lina/#comments Sun, 14 Mar 2021 12:39:50 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/03/14/antifaschismus-laesst-sich-nicht-verbieten-noch-einsperren-freiheit-fuer-lina/ Auch wir haben uns dem Aufruf der GGBO angeschlossen in Solidarität mit allen Antifaschist*innen, die von Kriminalisierung und Represion konfrontiert sind. In solidarity we stand!

Antifaschismus lässt sich weder verbieten, noch einsperren – Freiheit für Lina!

GG/BO-Soligruppe Jena: Am 5. November 2020 wurde die Studentin Lina aus Leipzig im Rahmen einer größeren Razzia verhaftet und anschließend in Untersuchungshaft gesteckt. Seitdem sitzt sie in der JVA Chemnitz. Ihr wird vorgeworfen, sie habe als Kopf einer „kriminellen Vereinigung“ nach § 129 StGB Angriffe auf Neonazis organisiert und durchgeführt. Dabei geht es vor allem um zwei Angriffe auf eine Eisenacher Neonazi-Kneipe und ihren Betreiber Ende 2019.

Die Eisenacher Neonazi-Szene, insbesondere der Betreiber der besagten Kneipe, sind Teil nationaler und internationaler bewaffneter Neonazi-Netzwerke1. Die letzten rechten Terror- und Mordanschläge auf Walter Lübcke, auf die Synagoge in Halle und die Shisha-Bar in Hanau und viele weitere Angriffe zeigen deutlich, wozu diese Netzwerke schon jetzt in der Lage sind.

Immer wieder wird uns jedoch vor Augen geführt, dass Hoffnungen auf ein konsequentes Durchgreifen des Staates und seiner Justiz nur enttäuscht werden können: Die 15 Neonazi-Schläger, die 2014 eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt brutal überfallen haben, sind nach sieben Jahren nicht nur immer noch nicht verurteilt; die Staatsanwaltschaft versucht derzeit, ihnen mit einem Deal die Haftstrafen zu ersparen.2 Von über 200 bewaffneten Neonzis, die im Januar 2016 die Wolfgang-Heinze-Straße in Connewitz verwüsteten, wurden bisher – fünf Jahre nach der Tat – nur zwei Drittel und das fast ausschließlich zu Bewährungsstrafen verurteilt.3 Die Neonazis, die mutmaßlich im Mai 2016 das AJZ in Erfurt angegriffen hatten, wurden im November 2020 – viereinhalb Jahre nach der Tat – freigesprochen bzw. ein Verfahren wurde eingestellt.4

Darüber hinaus machen aufgeflogene Chatgruppen von Polizist:innen, die Beteiligung von Bundeswehr-Soldaten im rechtsterroristischen Nordkreuz-Netzwerk, die Rolle des Verfassungsschutzes beim Neonazi-Terror-Netzwerk NSU, Aktionen von Polizist:innen unter dem Label „NSU 2.0“ und viele weitere angebliche Einzelfälle deutlich, dass staatliche Behörden Teil des Neonazi-Problems sind. So blenden auch in juristischen Prozessen Gericht und Staatsanwaltschaft regelmäßig die politische Dimension der Gewalttaten aus.

Gegen die Bedrohung durch die Neonazis und angesichts der Verwicklung und der Tatenlosigkeit der staatlichen Behörden ist der Selbstschutz, der Schutz unserer Freiheit und unserer Leben, Aufgabe der Gesellschaft selbst bzw. der antifaschistischen Bewegung.

Aus diesem Grund stellen wir uns entschieden gegen die staatliche Verfolgung des Antifaschismus – sei es durch Verbote, wie SPD-Innenminister von Niedersachen Boris Pistorius sie gerade prüft5, sei es durch Überwachung und Knast wie im Fall von Lina.

Freiheit für Lina! Wir sind alle Antifa!

Wir unterstützen auch die Spendenkampagne für die Gerichtskosten von Lina:

Rote Hilfe e.V.
GLS-Bank
Konto-Nr.: 4007 238 317
BLZ: 430 609 67 IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: unverzagt

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[Tag der politischen Gefangenen] Veranstaltungshinweise http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/03/14/tag-der-politischen-gefangenen-veranstaltungshinweise/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/03/14/tag-der-politischen-gefangenen-veranstaltungshinweise/#comments Sun, 14 Mar 2021 12:36:38 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/03/14/tag-der-politischen-gefangenen-veranstaltungshinweise/ Das Warten auf den Post-Lockdown ist das Warten auf den nächsten Lockdown.

Um den Tag der politischen Gefangenen am 18.3. gibt es in diesem Jahr auch online Veranstaltungen verschiedener Rote Hilfe Ortsgruppen und Verbündeter.

Schaut mal rein, was euch interessiert: Auf der Website der Roten Hilfe gibt es eine Verantaltungsübersicht.

Wir empfehlen:

Montag, 15.3., 19:00, Podiumsdiskussion zum internationalen Tag gegen Polizeigewalt: „Rassistische Polizeigewalt – Kritik und Widerstand“

Mittwoch, 17.3., 19:00, „Freiheit für alle politischen Gefangenen! – Geschichte und Gegenwart des 18. März als Tag der politischen Gefangenen“ – Bundesvorstand Rote Hilfe und Hans-Litten-Archiv e.V. zur Entwicklung des Tags der politischen Gefangenen seit 1923 und Bedeutung der jährlichen Aktionen rund um den 18. März

Donnerstag, 18.3.,
18:00, „Demo-Einmaleins: Rechtshilfetipps für Demonstrationen“ – Online-Rechtshilfe-Workshop, Anmeldung via bildung@komplex-schwerin.de

Donnerstag, 18.3., 20:00, „§129b gegen kurdische Linke“ Bundesvorstand Rote Hilfe und Rechtshilfefonds Azadî e. V.

Sonntag, 21.3., 18:00, „Gefangene der fossilen Politik – Repression gegen die Klimabewegung“ Podiumsdiskussion

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[Anlaufstelle] Warten auf post lockdown http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/01/03/anlaufstelle-warten-auf-post-lockdown/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/01/03/anlaufstelle-warten-auf-post-lockdown/#comments Sun, 03 Jan 2021 13:31:20 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2021/01/03/anlaufstelle-warten-auf-post-lockdown/ Wir warten quasi auf Godot … Nein, die nächste Anlaufstelle wird im Gegensatz zu Godot kommen, doch wann wissen wir derzeit nicht. Wenn der lockdown vorüber ist und wir verantwortungsbewusste Begegnungen möglich machen können, kündigen wir dies hier an.

Da Corona die digitale Welt nicht befallen hat, erreicht ihr uns weiterhin per Mail!

Ein kämpferisches Jahr 2021, liebe Genoss*innen!!

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[Anlaufstelle] Absage für 2020 http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/10/17/anlaufstelle-5-november-1900-1930/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/10/17/anlaufstelle-5-november-1900-1930/#comments Sat, 17 Oct 2020 17:23:00 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/10/17/anlaufstelle-5-november-1900-1930/ Es ist wieder soweit: Der „Lockdown light“ ist da und erstmal sieht es nicht danach aus, dass es in diesem Jahr nochmal anders werden könnte. Daher sagen wir die Anlaufstellen im November sowie Dezember – für das restliche Jahr 2020 – ab. Wir sind dennoch ansprechbar und arbeitsfähig, schreibt uns also Mails!

Gute Nachrichten: Vom 6. bis 8. November findet der diesjährige 29 1/2. Antifaschistische und antirassistische Ratschlag Thüringen online statt – bisher gibt es noch geplante Präsenzveranstaltungen in Form von Stadtrundgängen am Freitag, 6.11., weitere Infos hier.

Nach bisherigem Stand findet unsere nächste Anlaufstelle am Donnerstag, den 5. November, von 19:00 bis 19:30 in der Offenen Arbeit Erfurt statt. Kurzfristige Änderungen können aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens möglich. Wenn ihr sichergehen wollt, schreibt uns eine Mail! Wir bitten grundsätzlich um vorherige ‚Anmeldung‘ bspw. in Form einer kurzen Mail an uns.

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[Anlaufstelle] 1. Oktober, 19:00 – 19:30 http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/09/28/anlaufstelle-1-oktober-1900-1930/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/09/28/anlaufstelle-1-oktober-1900-1930/#comments Mon, 28 Sep 2020 06:58:23 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/09/28/anlaufstelle-1-oktober-1900-1930/ Am Donnerstag, den 1. Oktober, findet unsere Anlaufstelle von 19:00 bis 19:30 in der Offenen Arbeit Erfurt statt. Wir bitten um vorherige ‚Anmeldung‘ bspw. in Form einer kurzen Mail an uns. Wir sehen uns wieder offline und solidarisch!

Solidarität spielt auch in der Post-Lockdown (oder Pre-Lockdown) Zeit eine wichtige Rolle. Schützt euch und andere, bitte beachtet die grundsätzlichen Empfehlungen für den Infektionsschutz:

- Abstand halten
- Mund-Nasen-Bedeckung tragen
- Desinfektionsmittel nutzen und regelmäßig Händewaschen

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[Anlaufstelle] 3. September, 19:00 – 19:30 http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/08/23/anlaufstelle-3-september-1900-1930/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/08/23/anlaufstelle-3-september-1900-1930/#comments Sun, 23 Aug 2020 14:39:29 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/08/23/anlaufstelle-3-september-1900-1930/ Am Donnerstag, den 3. September, findet unsere Anlaufstelle von 19:00 bis 19:30 in der Offenen Arbeit Erfurt statt. Wir bitten um vorherige ‚Anmeldung‘ bspw. in Form einer kurzen Mail an uns. Wir sehen uns wieder offline und solidarisch!

Solidarität spielt auch in der Post-Lockdown (oder Pre-Lockdown) Zeit eine wichtige Rolle. Schützt euch und andere, bitte beachtet die grundsätzlichen Empfehlungen für den Infektionsschutz:

- Abstand halten
- Mund-Nasen-Bedeckung tragen
- Desinfektionsmittel nutzen und regelmäßig Händewaschen

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[Anlaufstelle] 6. August, 19:00 – 19:30 http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/08/02/anlaufstelle-6-august-1900-1930/ http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/08/02/anlaufstelle-6-august-1900-1930/#comments Sun, 02 Aug 2020 16:11:07 +0000 Administrator Allgemein http://rotehilfeerfurt.blogsport.de/2020/08/02/anlaufstelle-6-august-1900-1930/ Am Donnerstag, den 6. August, findet unsere Anlaufstelle von 19:00 bis 19:30 in der Offenen Arbeit Erfurt statt. Wir bitten um vorherige ‚Anmeldung‘ bspw. in Form einer kurzen Mail an uns. Wir sehen uns wieder offline und solidarisch!

Solidarität spielt auch in der Post-Lockdown (oder Pre-Lockdown) Zeit eine wichtige Rolle. Schützt euch und andere, bitte beachtet die grundsätzlichen Empfehlungen für den Infektionsschutz:

- Abstand halten
- Mund-Nasen-Bedeckung tragen
- Desinfektionsmittel nutzen und regelmäßig Händewaschen

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